300 neue Wohnungen an die Mieter:innen übergeben
90 Mio. Euro in Neubauten investiert
Die VOGEWOSI setzt ihre Wohnbauoffensive erfolgreich fort. In den Jahren 2024 und 2025 lag die Bautätigkeit der größten gemeinnützigen Wohnbau-Vereinigung Vorarlbergs auf Rekordniveau. Insgesamt wurden in diesen beiden Jahren knapp 300 neue Wohnungen fertiggestellt, das Volumen für Neubauten wurde allein im Jahr 2024 um mehr als 70 Prozent auf über 50 Mio. Euro gesteigert, auch 2025 wird dieses hohe Niveau gehalten. „Ein Neubauvolumen von 87 Millionen Euro in zwei Jahren ist ein neuer Höchststand, der zeigt, dass wir trotz schwierige Marktbedingungen ein starkes Zeichen für leistbares Wohnen setzen und für die Zukunft gut aufgestellt sind“, betonen Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz und Aufsichtsratsvorsitzender Karlheinz Rüdisser beim Pressegespräch am 19.12.2025 in Dornbirn.
Leistbares Wohnen ist eines der zentralen Zukunftsthemen, das laufend an Brisanz gewinnt. Die Schaffung und Sicherung von sozialem Wohnbau sind jedoch komplex – vom Erwerb teurer Grundstücke, über steigende Baupreise, kostspielige Finanzierungen bis hin zu sozialen und ökologischen Anforderungen. „Diese strategischen Fragen müssen wir jetzt beantworten, denn das Errichten von Wohnanlagen dauert mehrere Jahre von der Baueingabe bis zur Übergabe an die Bewohner:innen“, erklärt VOGEWOSI Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz.
2024: Solide Zahlen und hohe Wirtschaftlichkeit
Die VOGEWOSI ist sich dieser Verantwortung bewusst und präsentiert mit der Bilanz 2024 ein solides wirtschaftliches Fundament. Die Bilanzsumme 2024 nähert sich mit 952,9 Mio. Euro der Milliardengrenze, das Eigenkapital konnte 2024 auf 351,5 Mio. Euro (2023: 337,5 Mio. Euro) gesteigert werden, die Eigenmittelquote liegt stabil bei rund 37 Prozent. Das gesamte Neubauvolumen inklusive Baubetreuungen erreichte 2024 über 50 Mio. Euro. In die Sanierung von Wohnanlagen und einzelnen Wohnungen wurden 16,3 Mio. Euro investiert. Zwei Wohnanlagen mit insgesamt 49 Wohnungen in Lustenau und Schwarzach konnten im Vorjahr an die Bewohner:innen übergeben werden. Ende 2024 waren 440 Wohnungen im Bau, was beinahe eine Verdoppelung gegenüber der Neubautätigkeit von 2023 bedeutet.
Stabile und leistbare Mieten
In Zeiten von Teuerung und Sparmaßnahmen kommt den Wohnkosten eine große soziale Bedeutung zu. Die VOGEWOSI sorgt seit Jahrzehnten dafür, dass sich die Bewohner:innen der 14.671 Wohnungen auf stabile und leistbare Mieten verlassen können. Die Miete (ohne Nebenkosten) für eine VOGEWOSI-Wohnung blieb auch 2024 mit durchschnittlich 5,78 Euro pro Quadratmeter auf einem niedrigen Niveau. „Die wirtschaftlich solide Situation der VOGEWOSI und die sehr gute Wohnbauförderung des Landes ermöglichen es, auch bei steigenden Baukosten stabile und faire Mieten zu halten. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur sozialen Sicherheit im Land“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Karlheinz Rüdisser. Für eine 60 Quadratmeter-Wohnung beträgt die Miete (ohne Nebenkosten) im Durchschnitt 346,8 Euro im Monat, das sind knapp zehn Euro mehr als im Jahr zuvor. Mieten in dieser Größenordnung gelten für etwa 9.000 Wohnungen, das ist der Großteil des Altbestands der VOGEWOSI-Wohnanlagen. Diese Wohnungen sind alle saniert und haben einen Balkon. Allerdings gibt es in diesen Häusern, die vor allem in den sechziger und siebziger Jahren gebaut wurden, weder Lift noch Tiefgaragen und nur selten eine Zentralheizung.
269 neue Wohnungen im Jahr 2025 – höchster Wert seit 1997
Die intensive Bautätigkeit im Jahr 2024 zeigt ihre positiven Folgen mit einem starken Zuwachs an neuen Wohnungen im laufenden Jahr. Soviele Wohnungen wie 2025 wurden zuletzt vor fast 30 Jahren (im Jahr 1997) an die Mieter:innen übergeben, berichtet Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz. Insgesamt acht Wohnanlagen mit 269 Wohnungen wurden 2025 fertig gestellt, darunter die Wohnanlagen in Bregenz Feldmoos und in Hard Bommen. Weitere VOGEWOSI Wohnanlagen gibt es seit diesem Jahr in Wolfurt, Nüziders, Feldkirch, Koblach sowie in Lech und im November wurde auch in Mittelberg im Kleinwalsertal eine WOHNEN500+®-Anlage eröffnet. „Eine vorbildliche Wohnanlage mit insgesamt vier Geschoßen - eine kompakte und sparsame Bauweise, die auf gleichem Grund mehr Wohnraum bietet. Ein Modell, das auch in anderen Gemeinden erfolgreich angewendet werden könnte“, so Lorenz.
Aktuell 277 neue Wohnungen im Bau
Die starke Bautätigkeit von 2024 setzt sich auch in den nächsten Jahren fort. Im laufenden Jahr 2025 befinden sich 277 Wohnungen in zehn Wohnanlagen im Bau. Davon werden 118 Wohnungen im Jahr 2026 und weitere 159 Wohnungen im Jahr 2027 fertiggestellt. Ein Schwerpunkt der Neubautätigkeit lag in Bregenz, wo in diesem Jahr 186 Wohnungen in drei Wohnanlagen errichtet wurden. Das Konzept WOHNEN550® wird in Hohenems umgesetzt (18 Wohnungen), während drei weitere Projekte in Bludenz, Feldkirch und Dornbirn (84 Wohnungen) in Bau- oder Rechtsmittelverfahren sind. „Wir bauen mit Unterstützung des Landes Vorarlberg in allen Landesteilen und stellen sicher, dass die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger auch in Zukunft leistbaren Wohnraum finden“, unterstreicht Aufsichtsratsvorsitzender Karlheinz Rüdisser das Ziel der VOGEWOSI, in allen Gemeinden individuell passende Wohnbauprojekte durchzuführen. Insgesamt werden in den Jahren 2025 bis 2027 aus heutiger Sicht rund 550 neue Wohnungen fertiggestellt, fasst Hans-Peter Lorenz zusammen und ergänzt, dass voraussichtlich noch zusätzliche baureife Projekte dazukommen werden. „Wir haben noch einige Bauprojekte in der Pipeline.“
Hohe Wohnqualität ist gefragt
Die Nachfrage nach neuen Wohnungen beschreibt Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz mit regionalen Unterschieden insgesamt als gut. Ein Trend zeichnet sich jedoch immer stärker ab: Gerade die junge Generation legt Wert auf einen angenehmen Wohnkomfort mit Lift, Tiefgarage sowie Balkon oder Terrassen und natürlich eine bequeme Zentralheizung, am besten eine energiesparende Fußbodenheizung. Diese neuen Wohnungen, die alle Anforderungen an zeitgemäßes Wohnen erfüllen, sind sehr gefragt, obwohl die Mieten etwas über dem Durchschnitt liegen. Ältere und weniger komfortable Wohnungen mit einem Holzofen statt einer Zentralheizung oder einer weniger guten Lage der Wohnung im Gebäude werden bei der Wohnungszuteilung der Gemeinden oft abgelehnt, was laut Hans-Peter Lorenz die Vermutung nahelegt, dass hinter vielen Wohnungsnachfragen oftmals eher der Wunsch nach einer Wohnverbesserung steckt.
Altbestand als Chance und Herausforderung
Ältere Wohnungen mit einem niedrigeren Wohnkomfort werden von Wohnungssuchenden immer weniger akzeptiert. Die VOGEWOSI hat daher neue Ideen und Konzepte für diesen sogenannten Altbestand entwickelt. Dies betrifft Wohnanlagen, die 70 Jahre alt sind oder älter und den heutigen Wohnanforderungen in keiner Weise entsprechen, erklärt Hans-Peter Lorenz: „Wir haben das Problem, dass diese Wohnanlagen auch mit einer aufwendigen und sehr kostspieligen Kernsanierung alte Gebäude bleiben und keinen zeitgemäßen Standard wie Terrassen, Barrierefreiheit oder Tiefgaragen bieten können. Eine Sanierung würde außerdem zusätzliche Mittel vom Land erfordern und würde die Mieten verteuern. Auf der anderen Seite sehen wir große Chancen in einer Neugestaltung der alten Siedlungen, um zusätzlichen neuen Wohnraum zu schaffen.“ Als Beispiel nennt Lorenz das Projekt Südtirolersiedlung Rheinstraße Bregenz, wo derzeit der Architektenwettbewerb durchgeführt wird. Hier soll in den nächsten Jahren ein Großteil der alten Häuser abgerissen und durch neue und größere Gebäude ersetzt werden, geplant sind ca. 320 komfortable Neubauwohnungen mit leistbaren Mieten in bester Lage. In Hard werden die Bewohner der Südtirolersiedlung am See um ihre Meinung gefragt. Die IfS Kompetenzstelle Wohnen wird im Februar 2026 eine Befragung zur Wohnzufriedenheit mit allen Bewohnern durchführen. Aufsichtsratsvorsitzender Karlheinz Rüdisser sieht in der künftigen wirtschaftlichen Nutzung des Altbestands eine wesentliche Aufgabe der VOGEWOSI und fordert eine Diskussion mit Augenmaß: „Ein vernünftiger Kompromiss wäre die Sanierung einzelner historisch wertvoller Gebäudeteile und gleichzeitig der Abbruch und die Neuerrichtung von einem Großteil der Siedlungen mit einer sinnvollen Nachverdichtung.“
Zahlen und Fakten 2024:
Bilanzsumme 952,8 Mio. Euro
Eigenkapital 351,5 Mio. Euro
Sachanlagevermögen 806,8 Mio. Euro
Umsatz 107,9 Mio. Euro
Bilanzgewinn 7,3 Mio. Euro
Mietwohnungen 14.671
Eigentumswohnungen (nur Verwaltung) 2.536
Verwaltete Wohnungen gesamt 17.207
Mitarbeiter samt Beschäftigter in Werkstätte und
dezentralen Hausverwaltungen 104
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Hans-Peter Lorenz
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Pressebetreuung:
Dr. Angelika Böhler
T: 06641052900
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