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Ergebnisse der Bewohnerbefragung in der Südtirolersiedlung Hard

20.05.2026

Die Wohnzufriedenheit in der Südtirolersiedlung Hard ist hoch. Das zeigt eine Bewohnerbefragung, die von der VOGEWOSI, der Marktgemeinde Hard und dem Land Vorarlberg gemeinsam in Auftrag  gegeben und von der ifs Kompetenzstelle Siedlungsarbeit durchgeführt wurde. Ziel der Befragung war es, mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen, aber auch Klarheit zu schaffen für die Zukunft der  ältesten Südtirolersiedlung des Landes, betont VOGEWOSI Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz: „Wir  versichern, dass in den nächsten fünf Jahren keine grundlegenden Änderungen in der  Südtirolersiedlung Hard geplant sind. Es bleibt in dieser Zeit alles, wie es ist.“ 

Zwischen Februar und April 2026 wurden Gespräche mit Bewohnerinnen und Bewohnern der  Südtirolersiedlung geführt. Insgesamt konnten 41 der 54 Haushalte (76 Prozent) erreicht und ausführlich  befragt werden. Zum Zeitpunkt der Befragung standen 19 der insgesamt 73 Wohnungen leer. Die Befragung wurde bewusst als persönliche Gesprächsreihe organisiert. Heidi Lorenzi von der ifs Kompetenzstelle  Siedlungsarbeit und ihr Team besuchten die Bewohnerinnen und Bewohner direkt in ihren Wohnungen.  

„Gespräche am Küchentisch“ 
„Wir wollten keine anonyme Fragebogenaktion, sondern persönliche Gespräche führen“, erklärt Heidi Lorenzi.  „Oft sind aus kurzen Befragungen lange Gespräche am Küchentisch geworden.“ Ein Teil der Bewohnerinnen  und Bewohner meldete sich gleich nach dem Ankündigungsschreiben selbst bei der ifs Kompetenzstelle  Siedlungsarbeit. Andere Haushalte waren schwieriger erreichbar, auch sprachliche Barrieren spielten eine  Rolle. Die Befragung basiert auf freiwilliger Teilnahme und subjektiven Einschätzungen der Bewohnerinnen  und Bewohner.  

Zusätzlich zu den Gesprächen mit den Haushalten wurden auch Systempartner:innen wie Hausverwaltung, Gemeindeverwaltung und Gemeindepolitik einbezogen. „Die Südtirolersiedlung ist für viele Menschen weit mehr als nur eine Wohnung“, weiß Bürgermeister Martin Staudinger aus Erfahrung „Leistbare Mieten und eine funktionierende Nachbarschaft schaffen Sicherheit und erhöhen die Lebensqualität am Standort Hard.“ 

Hohe persönliche Bindung an die Wohnanlage 
Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild: Viele Menschen – vor allem ältere - leben schon sehr lange in der  Südtirolersiedlung, sie sind das Leben hier gewohnt und möchten so lange es geht in ihren Wohnungen  bleiben. Besonders positiv bewertet wurden die gute Nachbarschaft, die großzügigen Grünflächen, die Lage und die leistbaren Wohnungen. „Die hohe Wohnzufriedenheit hat uns in dieser Deutlichkeit überrascht“, sagt  Heidi Lorenzi. „Viele Bewohnerinnen und Bewohner identifizieren sich sehr stark mit ihrer Wohnung und ihrem direkten Wohnumfeld. Die Nachbarschaft funktioniert außergewöhnlich gut.“ 

Auffallend ist der hohe Altersdurchschnitt. Kinder und größere Familien leben nur vereinzelt in der Anlage,  besonders stark vertreten sind dagegen ältere Menschen über 60 Jahren sowie Ein- und  Zweipersonenhaushalte. Heidi Lorenzi: „Die durchschnittliche Mietdauer liegt bei rund 50 Jahren, das älteste  Mietverhältnis besteht seit der Gründung der Siedlung im Jahr 1943.“ Rund 80 Prozent der Befragten  möchten weiterhin in ihrer Wohnung bleiben – auch ohne größere Veränderungen. 10 Prozent haben bereits  einen Auszug geplant, weitere 10 Prozent würden bleiben, wenn der Wohnstandard verbessert werden würde. 

Wünsche nach mehr Komfort 
Trotz der hohen Zufriedenheit werden auch Wünsche nach Verbesserungen genannt. Dabei geht es vor allem um die Außenfassade, fehlende Zentralheizungen und Balkone sowie eine bessere Isolierung und Schalldämmung und mehr Sitzgelegenheiten im Außenbereich. Viele Bewohnerinnen und Bewohner äußerten außerdem den Wunsch nach mehr Information über die Zukunft der Wohnanlage. Dies habe in den  vergangenen Jahren immer wieder zu Gerüchten und Befürchtungen geführt. Hier konnte die Befragung  Klarheit schaffen, betont Heidi Lorenzi. „Die beruhigende Botschaft, dass in den nächsten fünf Jahren keine  Veränderungen geplant sind, ist angekommen.“ 

Sanierung nur mit Gesamtkonzept sinnvoll 
Zu den in der Befragung kritisierten Leerständen nennt Lorenz sachliche Gründe: „Solange es kein Zukunftskonzept für die gesamte Wohnanlage gibt, ist eine Sanierung von einzelnen Wohnungen nicht  sinnvoll. Auf der anderen Seite gibt es auch kaum Nachfrage nach diesen 80 Jahre alten Wohnungen. Heute wünschen Wohnungssuchende auch im gemeinnützigen Bereich einen modernen Wohnkomfort mit einer  guten Raumaufteilung, Zentralheizung, Balkon oder Terrasse, Lift und Tiefgarage.“  

Unterstützung für die Bewohnerinnen und Bewohner 
Die Ergebnisse der Befragung werden nun von der VOGEWOSI, der Marktgemeinde Hard und dem Land  Vorarlberg analysiert und sollen in die künftigen Überlegungen einfließen. Auch die Empfehlungen des ifs wie zusätzliche Sitzgelegenheiten sowie eine verstärkte Kommunikation werden aufgenommen, erklären  Bürgermeister Staudinger und Hans-Peter Lorenz. „Besonders erfreulich ist für uns – für die VOGEWOSI und die Marktgemeinde Hard gleichermaßen - die über Jahrzehnte gewachsene Nachbarschaft und die Aussage  von Heidi Lorenzi: Das soziale Miteinander in der Südtirolersiedlung Hard ist eine große Stärke dieser  Anlage.“ 

Mit den Bewohnerinnen und Bewohnern will man im Gespräch bleiben. Wer Fragen zu seinem Mietverhältnis oder zu seiner Zukunft bei der VOGEWOSI hat, kann sich direkt an Carina Welzig-Steu wenden, Prokuristin  bei der VOGEWOSI und Mietrechtsexpertin. „Wir wissen, dass viele Menschen aufgrund ihrer persönlichen oder gesundheitlichen Situation Unterstützung in ihrer Wohnsituation brauchen. Gemeinsam mit der  Marktgemeinde Hard, die für die Vergabe von Wohnungen zuständig ist, finden wir für jeden und jede die richtige Lösung für die individuellen Wohnbedürfnisse.“ 

Fakten: Bewohnerbefragung Südtirolersiedlung Hard 2026 
Erstvermietung der Wohnanlage: 1943  
Insgesamt 73 Wohnungen: 54 sind bewohnt, 19 Leerstände 
41 Haushalte mit insgesamt 87 Menschen wurden befragt (76 Prozent der Haushalte) 

Alle folgenden Prozentangaben beziehen sich auf die Zahl der befragten Haushalte: 
Durchschnittliche Haushaltsgröße: 2,12 Personen  
Knapp 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner sind über 50 Jahre alt, 57 Prozent über 60  
Über die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner ist in Pension  
78 Prozent der Haushalte haben keine Kinder  
Durchschnittliche Mietdauer: rund 50 Jahre  
80 Prozent der Befragten möchten weiterhin in ihrer Wohnung bleiben – auch ohne größere Veränderungen
10 Prozent würden bleiben, wenn der Wohnstandard verbessert wird  
10 Prozent möchten unabhängig davon ausziehen  
Gesamtnote der Wohnzufriedenheit: 1,7 

Pressebetreuung: 
Dr. Angelika Böhler 
T: + 43 (0) 664 10 52 900 
E: E-Mail

Martin Staudinger, Heidi Lorenzi, Hans-Peter Lorenz
Martin Staudinger, Heidi Lorenzi, Hans-Peter Lorenz
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