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VOGEWOSI-Bilanz 2017: Rekorde in vielen Bereichen

Das Jahr 2017 war von positiven Höhepunkten geprägt, gleichzeitig hatte die VOGEWOSI aber auch mit herausfordernden Rahmenbedingungen zu kämpfen. Mit einem Neubauvolumen von knapp 50 Mio. Euro konnten 10 Wohnanlagen mit 211 Wohneinheiten, 62 Räumen in Pflegeheimen und 219 Garagen-Stellplätzen errichtet werden. In Anbetracht der seit Jahren steigenden Baukosten ist die hohe Zahl an neuen Wohnungen nur dank einem hohen Finanzierungsanteil öffentlicher Gelder und Eigenmitteln der VOGEWOSI realisierbar, erklärt Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz bei der Bilanzpressekonferenz.


Mit einer Steigerung der Bilanzsumme auf 790,7 Mio. Euro und einem ebenfalls gestärkten Eigenkapital von 256,5 Mio. Euro kann die VOGEWOSI auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Dabei hat Geschäftsführer Lorenz vor allem das übergeordnete Ziel vor Augen: "Unsere Aufgabe als gemeinnütziger Wohnbauträger ist es, für Menschen, die sich auf dem privaten Wohnungsmarkt keine Wohnung leisten können, Wohnraum zu schaffen." Die anhaltend hohen Baukosten stellen das Unternehmen dabei vor große Herausforderungen. "Unsere konsequente Haltung, erwirtschaftete Erträge im Unternehmen zu belassen, erhöht unsere Finanzierungskraft und schafft damit Spielräume in der Finanzierung der immer teurer werdenden Wohnanlagen. Hätten wir dieses Eigenkapital nicht, würde es langfristig betrachtet schwierig werden, leistbaren Wohnraum zu schaffen", stellt Lorenz klar.


Rekordzahlen bei Neubau
Mit 10 Wohnanlagen und einem Neubauvolumen von knapp 50 Mio. Euro erreichte die VOGEWOSI 2017 die größte Zahl an Fertigstellungen seit dem Jahr 1998. Mit dem Start der Wohnbauoffensive im Jahr 2014 wurde der Wohnbau vom Land Vorarlberg stark forciert - innerhalb dieser drei Jahre errichtete die VOGEWOSI 800 Wohnungen. Auf Basis des aktuellen Projekt- und Umsetzungsstandes werden bis Ende 2020 insgesamt 1.200 Wohnungen fertiggestellt. "Diese außergewöhnliche Bauleistung hat allerdings auch ihre Schattenseiten. Wir haben in Vorarlberg mittlerweile in allen Bereichen Rekordniveau erreicht - vom Grundstückspreis bis zu allen baulichen Ausführungen. Wir müssen deshalb mit kreativen Lösungen die Weichen für die Zukunft stellen", betont Lorenz.


WOHNEN500Plus© als Zukunftsmodell
Mit diesem Fokus hat die VOGEWOSI das erfolgreiche Modulsystem WOHNEN500© weiterentwickelt - das Ergebnis heißt WOHNEN500Plus©. Dieses Modell ermöglicht den Bau von Punkt- und Längsbaukörpern mit verschiedenen Wohnungstypen und absoluter Barrierefreiheit in allen Ebenen. In Schröcken hat der Bau von sechs Wohnungen bereits begonnen, in Dornbirn, Egg und Lustenau laufen aktuell die Vorbereitungen zum Bau von WOHNEN500Plus© -Anlagen. "Hier hoffen wir auf rasche Baubescheide, um auch in diesen Gemeinden möglichst bald starten zu können. Von der Fertigstellung erwarten wir uns einen positiven Schub für diese Bauweise und weitere Gemeinden, die diese Art des Bauens realisieren wollen. Sie ist aus meiner Sicht aktuell die einzige Möglichkeit von den hohen Baukosten herunterzukommen", so Lorenz. Aktuell liegen die Errichtungskosten für eine konventionelle Wohnanlage bei 3.200 - 3.400 Euro/m², in Randlagen oder bei entsprechenden Bauerschwernissen teilweise schon bei fast 4.000 Euro/m².


Überhitzte Baukonjunktur als Preistreiber
Um die hohen Errichtungskosten wieder zu reduzieren, sieht der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Rümmele zwei Möglichkeiten: einen stärkeren Wettbewerb bei den ausführenden Gewerken, oder ein Rückgang in der Baukonjunktur. Beides kündigt sich aktuell allerdings nicht an. Deshalb sieht Rümmele langfristig nur eine Möglichkeit: "In den letzten Jahren war es wichtig und richtig, den Wohnbau zu forcieren und leistbaren Wohnraum zu schaffen. Langsam aber sicher sollten wir uns aber wieder auf ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage konzentrieren und das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wir dürfen nicht am Bedarf vorbeibauen und damit die Konjunktur weiter anheizen. Sonst laufen wir Gefahr, eines Tages auch nicht mehr leistbar bauen zu können." Einen weiteren wesentlichen Kostenfaktor stellen die Grundstücke dar, die immer knapper und somit teurer werden. "Die VOGEWOSI verfügt zwar derzeit noch über 170.000 m² Grund, die Gesamtfläche hat allerdings durch die starke Bautätigkeit abgenommen. Deshalb werden wir uns im kommenden Jahr verstärkt der Akquisition neuer Liegenschaften widmen, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein", so Lorenz.


Besondere Projekte mit Mehrwert
"Insgesamt war das Jahr 2017 ein sehr gutes und erfreuliches Jahr für die VOGEWOSI, da wieder viele schöne Projekte fertiggestellt und an die Bewohner übergeben werden konnten", zeigt sich Hans-Peter Lorenz zufrieden. So wurde zum Beispiel in Bezau ein altes Wälderhaus mit viel Fingerspitzengefühl saniert und durch einen Zubau erweitert. Gemeinsam mit dem Gemeindeverband Sozialzentrum Bezau-Mellau-Reuthe ist das "Haus mitanand" entstanden. Darin befinden sich neun leistbare, betreute Wohnungen, Räume für den Krankenpflegeverein, die MOHI sowie Case & Care. Im behutsam sanierten Bregenzerwälder Bauernhaus ist zudem eine Kinderbetreuung untergebracht, die frischen Wind in die traditionellen Räume bringt.


In Lustenau errichtete die VOGEWOSI direkt neben dem Sozialzentrum Schützengarten ein generationenübergreifendes Wohnprojekt mit insgesamt 47 Wohnungen, einem Physiotherapeuten, einer Arztpraxis sowie der Seniorenbörse. Im Zentrum von Bludenz konnte die Wohnanlage Werdenberg mit 62 Mietwohnungen und einer Kinderbetreuung nach den Plänen von Baumschlager Hutter und Partners fertiggestellt werden. In Höchst realisierte die VOGEWOSI das Pflegeheim Rheindelta mit 50 Betten sowie einer Arzt- und Physiotherapiepraxis und konnte dieses an die Gemeinde übergeben. Weiters wurden die Wohnanlage Brändlepark Bregenz (49 Wohnungen), das Klimaneutrale-Wohnprojekt Feldkirch Tosters (18 Wohnungen), eine Anlage WOHNEN500© in Feldkirch (10 Wohnungen), eine kleine Anlage in Satteins (6 Wohnungen) sowie je eine Anlage in Hörbranz (27 Wohnungen) und Silbertal (8 Wohnungen) fertiggestellt und an ihre Bewohner übergeben.


Zahlen und Fakten

  2017 2016
Bilanzsumme 790,7 Mio. € 753,2 Mio. €
Eigenkapital* 256,5 Mio. € 242,7 Mio. €
Sachanlagevermögen 641,9 Mio. € 608,5 Mio. €
Umsatz 79,5 Mio. € 75, 5 Mio. €
Bilanzgewinn 5,57 Mio. € 5,28 Mio. €
     
Bestand unbebaute Grundstücke 170.300 m² 185.600 m²
Mietwohnungen 13.949 13.758
Eigentumswohnungen (nur Verwaltung) 2.631 2.635
Verwaltete Wohnungen gesamt 16.580 16.393
Mitarbeiter samt Beschäftigten
in Werkstätte und dezentralen Hausverwaltungen
98 96

                        * andere Ausweisung aufgrund gesetzlicher Änderungen (RÄG 2014)


Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Hans-Peter Lorenz
Geschäftsführer VOGEWOSI
T: +43 (0) 5572 3805 - 411
E:


Pressebetreuung:
boehler PR und Kommunikation
Mag Victoria Lässer
T: + 43 (0) 664 88519027
E:

Videos von der Pressekonferenz bei VOL.AT

Bezau - Haus mitanand: Die ortsbildprägende Bausubstanz des Wälderhauses konnte erhalten und durch einen Zubau ergänzt werden.

Lustenau - Gemeinschaftliches Wohnen: Idyllisch gelegen am Rheindamm, verfügen die beiden Häuser mit Mietwohnungen und betreuten Wohnungen über perfekte Rahmenbedingungen für ein Zusammenleben von Generationen.

Satteins - Alte Säge: Die Gemeinde Satteins bietet mit der Kleinwohnanlage leistbaren Wohnraum in idealer Lage.

Feldkirch - Klimaneutrales Wohnen: Wie müssen wir bauen, um den kostenoptimalen Lebenszyklus einer Wohnanlage für 50 Jahre zu erhalten? Das war die Forschungsfrage beim Pilotprojekt KLINAWO.