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VOGEWOSI-Bilanz 2015:

VOGEWOSI-Bilanz 2015:
Knapp 50 Mio. Euro Investitionen ins Wohnen
Hohes Eigenkapital für stabile Mieten
Neu: Mietkaufwohnungen für leistbares Eigentum


“Wohnraum schaffen” lautete im Jahr 2015 das erklärte Ziel der VOGEWOSI, der größten gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Vorarlbergs. 2015 konnten 135 neue Wohnungen an die Bewohner übergeben werden, 209 Wohnungen waren bis Ende 2015 in Bau.
Durch die sehr gute Eigenkapitalausstattung des Unternehmens können die Mieten weiterhin stabil gehalten werden. Bei der Bilanzpressekonferenz in Dornbirn präsentierte Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz ein neues Mietkauf-Modell: “Wohnungseigentum zu erwerben wird für viele Menschen immer schwieriger. Wir wollen mit unserem Mietkauf-Modell eine leistbare und langfristige Möglichkeit zum Kauf einer eigenen Wohnung bieten.”


Im Jahr 2015 hat die VOGEWOSI die Wohnbauoffensive des Landes mit Bautätigkeiten in allen Landesteilen intensiv fortgeführt. Insgesamt waren 344 Wohnungen in Bau, Planung oder wurden fertig gestellt,  für Großinstandsetzungen von 26 Wohnanlagen wurden 11,1 Mio. Euro investiert. Das gesamte Bauvolumen für Neubau, Instandsetzungen und Baubetreuungen lag bei 48,9 Mio. Euro.
Die Bilanz 2015 der VOGEWOSI zeichnet sich durch eine solide wirtschaftliche und finanzielle Gebarung aus. Das Eigenkapital konnte auf über 190 Mio. Euro gesteigert werden, die Eigenmittelquote liegt bei 32,3 Prozent. VOGEWOSI Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz betont, dass die Finanzkraft der VOGEWOSI die Grundlage für die Sicherung von leistbaren Mieten darstellt. „Das gesamte Kapital der VOGEWOSI ist äußerst gemeinnützig in Wohnanlagen eingesetzt und kommt so den Bewohnern zugute. Unser Eigenfinanzierungsanteil von einem Drittel des gesamten Buchvermögens der VOGEWOSI ist angesichts der hohen Baukosten ein unschätzbarer Vorteil für die Bewohner. Er garantiert gemeinsam mit der Wohnbauförderung langfristig bezahlbare Mieten“.

Grund und Boden zum Wohnen nutzen
Zum Stichtag Ende 2015 verfügte die VOGEWOSI über einen bebauungsfähigen Grundstücksbestand von ca. 200.000 m² im Wert von ca. 30 Mio. Euro. Diese Böden werden laut Hans-Peter Lorenz laufend verbaut, gleichzeitig verfolgt die VOGEWOSI das Ziel, ständig neue Grundstücksreserven zu schaffen. Im Schnitt werden pro Jahr ca. 10.000 m² Grundfläche erworben.
Oft werden Wohnanlagen nicht auf VOGEWOSI-eigenen Grundstücken, sondern auf Grundflächen der Gemeinden oder auch der Kirche im Baurecht errichtet. „Viele Gemeinden haben ideale Grundstücke für Wohnanlagen in ihrem Besitz und ich kann nur an die Bürgermeister appellieren, diese Flächen im Sinne der Bevölkerung für Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wenn eine Gemeinde ein baureifes Grundstück zur Verfügung stellt, versprechen wir innerhalb von zwei Jahren eine Wohnanlage zu errichten“, so Lorenz.

Ländliche Regionen: Wohnraum schafft Lebensraum
Besonderes Engagement zeigt die VOGEWOSI nach wie vor in den ländlichen Regionen. 2015 wurden zum Beispiel Wohnanlagen in Dalaas im Klostertal, in Schwarzenberg sowie in Meiningen errichtet.
Diese Wohnanlagen sind maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gemeinde abgestimmt und bieten vielseitige Nutzungen – vom betreuten Wohnen über Startwohnungen für junge Familien bis zu Arztpraxen, Kinderbetreuungen oder Lebensmittelgeschäften, die ebenfalls in diese Anlagen integriert werden können.
VOGEWOSI Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Rümmele ist überzeugt, dass die Schaffung von leistbarem Wohnraum gerade im ländlichen Gebiet eine wesentliche Maßnahme zur Belebung der Orte bedeutet. „Viele junge Menschen müssen wegziehen, weil sie keine Wohnmöglichkeit in ihrem Heimatort haben. Mit leistbaren Wohnungen kann der nächsten Generation genauso wie älteren Menschen ein Angebot gemacht werden, in ihrem Heimatort zu bleiben“, lädt Rümmele die Bürgermeister ein, gemeinsam mit der VOGEWOSI neuen Wohnraum zu schaffen. Im ländlichen Raum sieht Rümmele noch viel Potential – 15 Wohnanlagen wurden in den letzten fünf Jahren in ländlichen Regionen gebaut, in vielen Gemeinden unter 1.500 Einwohnern gibt es jedoch noch keine gemeinnützigen Wohnangebote.

Mietkauf für leistbares Wohnungseigentum
Mietkaufwohnungen wurden von der VOGEWOSI bis zu Beginn des neuen Jahrtausends angeboten, in den letzten 15 Jahren wurde der Schwerpunkt auf die Errichtung von Mietwohnungen gesetzt. Ab 2017 sollen Bewohner wieder die Möglichkeit haben, Mietwohnungen über Mietkauf nach 10 Jahren als Eigentum zu erwerben. Künftig sollen etwa 20 Prozent der Wohnungen in allen Landsteilen zum Mietkauf angeboten werden, erklärt Hans-Peter Lorenz. Grund für diese Entscheidung ist einerseits der Wunsch nach einer sozialen Durchmischung in den Wohnanlagen, außerdem besteht vor allem in ländlichen Gemeinden vielfach starkes Interesse seine Mietwohnung auch kaufen zu können.
Diese Anforderungen will die VOGEWOSI mit einem einfachen und transparenten Modell erfüllen, das den Bewerbern schon sehr früh eine hohe Planungs- und Finanzierungssicherheit für den künftigen Wohnungskauf gibt.
Ausgenommen vom neuen Mietkaufmodell ist das „Betreute Wohnen“, weil die Gemeinden dadurch in ihren Vergabemöglichkeiten eingeschränkt wären. Mietkaufwohnungen werden wie alle anderen Mietwohnungen der VOGEWOSI ausschließlich durch das Wohnungsamt der jeweiligen Standortgemeinde zugeteilt.

„Probewohnen in der künftigen Eigentumswohnung“
Für die Entscheidung, ob die Wohnung einmal gekauft werden soll oder nicht, hat der Mieter 15 Jahre lang Zeit. Man kann daher zuerst 10 Jahre „Probewohnen“ und dann innerhalb von fünf Jahren entscheiden, ob man die Wohnung kaufen will oder weiterhin zur Miete bleiben möchte, beschreibt Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz die Flexibilität des Modells:
Frühestens nach 10 Jahren und spätestens nach 15 Jahren  besteht die Möglichkeit, die Wohnung gegen Ablöse der investierten Eigenmittel und Übernahme der noch offenen Schulden zu kaufen. Dazu kommen noch die Nebenkosten sowie ein einmaliger Betrag von zwei Prozent der Herstellungskosten als Ertrag der VOGEWOSI.
Bei einer 77 Quadratmeter Wohnung zum Beispiel leistet der künftige Eigentümer zu Beginn einen Beitrag von € 15.400 und muss dann beim Kauf nach 10 Jahren rd. 90.000 Euro (inkl. Vorsteuerkorrektur) bar bezahlen. Er übernimmt weiters die noch offenen Schulden von ca. 155.000 Euro sowie die Gebühren der Übereignung.
Der Vorteil des Modells: Neben der höheren Flexibilität als beim sofortigen Erwerb ist nur ein geringes Startkapital notwendig und die geleisteten Mietzahlungen werden teilweise angerechnet.
Der Kaufpreis wird überdies auf Basis der Herstellungskosten ermittelt und der Kaufanwärter hat schon zu Beginn des Mietverhältnisses Schutz vor Preissteigerungen am Wohnungsmarkt.
Ein Pilotprojekt wurde bereits in Feldkirch-Tosters gestartet. Von den 18 Wohnungen der Anlage haben 12 Wohnungswerber Interesse an einem Mietkauf der Wohnung.


Zahlen und Fakten

2015 2014
Bilanzsumme 714,8 Mio. € 699,6 Mio. €
Eigenkapital 190,8 Mio. € 178,7 Mio. €
Sachanlagevermögen 573,9 Mio. € 546,7 Mio. €
Umsatz 73,7 Mio. € 71,6 Mio. €
Bilanzgewinn 5,11 Mio. € 4,19 Mio. €
     
Bestand unbebaute Grundstücke 209.800 m² 197.300 m²
Mietwohnungen 13.612 13.500
Eigentumswohnungen (nur Verwaltung) 2.625 2.626
Verwaltete Wohnungen gesamt 16.237 16.126
Mitarbeiter samt Beschäftigten
in Werkstätte und dezentralen Hausverwaltungen
94 92

 

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Hans-Peter Lorenz
Geschäftsführer VOGEWOSI
T: +43 (0) 5572 3805 - 411
E:

Pressebetreuung:
boehler-pr Kommunikationsberatung
Mag. Eva-Maria Thurnher
T: + 43 (0) 664 5488756
E:


Mit Höchst hat die VOGEWOSI eine familienfreundliche Wohnanlage mit 28 Wohnungen an die Mieter übergeben.

In Schwarzenberg wurden die Bedürfnisse der Bevölkerung mit einer vielseitigen Wohnanlage für Jung und Alt unter einem Dach bestens erfüllt.

Bei der klimaneutralen Wohnanlage in Feldkirch werden bereits erste Wohnungen nach dem Mietkauf-Modell angeboten.

Bauvolumen 2000 – 2015