Gebot der Stunde: Wohnbedarf sozial verträglich abdecken
- Bilanz 2010: 42,6 Mio. Euro Bauvolumen gesamt, stärkste Bautätigkeit in zehn Jahren - 221 Wohnungen neu errichtet, 1.249 Wohnung saniert, 155 derzeit im Bau - Betreutes und generationenübergreifendes Wohnen immer wichtiger
Die Nachfrage nach Mietwohnungen steigt stetig an. Diesen Wohnbedarf gilt es, sozial verträglich abzudecken. Im Geschäftsjahr 2010 verzeichnete die VOGEWOSI mit 221 fertiggestellten Wohnungen die weitaus stärkste Bautätigkeit in den letzten zehn Jahren. Der Jahresabschluss 2010, der am 1. Dezember im Rahmen der Generalversammlung der VOGEWOSI vorgelegt wurde, weist einen Bilanzgewinn von 3,37 Mio. Euro auf. „Gewinne sind die Voraussetzung für das erfolgreiche Wirtschaften der VOGEWOSI. Nur so haben wir Finanzierungsmöglichkeiten, die den Bewohnern direkt zugute kommen“, so Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz bei der Bilanz-Pressekonferenz. Er unterstreicht damit einmal mehr, dass der gesamte Bilanzgewinn in Neubau- und Sanierungsprojekte sowie in neue Grundstücke reinvestiert wird. Neben dem anhaltenden Trend „kleinere Anlagen in ländlichen Gebieten“, gewinnen Barrierefreiheit, Betreutes Wohnen aber auch generationenübergreifendes Bauen zunehmend an Bedeutung.
2010 verzeichnete die VOGEWOSI so gut wie keine Wohnungsleerstände, Mietausfälle sowie Fluktuation gingen merklich zurück und bei neuen Anlagen gab es jeweils doppelt so viele Bewerbungen wie verfügbare Wohnungen. Diese vier Kennzahlen zeigen, dass sich die soziale Sicherheit auch in unserem Land im Wandel befinde und der wahre Wert einer Wohnung mit hohem Standard und leistbaren Mieten deutlich gestiegen sei, so VOGEWOSI-Aufsichtsratsvorsitzender Günter Lampert: „Es ist ein Gebot der Stunde, kostengünstigen Wohnraum für sozial und finanziell schwächere Gruppen zu schaffen und dadurch die Lebensqualität unserer Bewohner zu erhöhen.“ Dazu tragen freilich auch konstant niedrige Mieten bei. 2010 lagen diese durchschnittlich bei 4,18 Euro pro Quadratmeter (zuzüglich Nebenkosten). Leistbares Entgelt und Bilanzgewinn sind bei der VOGEWOSI auf die sorgfältige Finanzpolitik, den Weitblick der Gesellschafter und eine optimale Kombination aus öffentlichen Mitteln und zinsgünstigem Eigenkapital zurückzuführen.
Kleinere Gemeinden decken Wohnbedarf ab – VOGEWOSI auf gutem Weg
Derzeit verwaltet die VOGEWOSI in 44 Vorarlberger Gemeinden 15.654 Wohnungen. 2010 wurden 31 Mio. Euro in den Neubau von neun Wohnanlagen investiert. Großer Wert wird dabei auf die regionale Verteilung gelegt: Abgesehen von je einer Wohnanlage in Bregenz und Dornbirn wurde vorwiegend in ländlichen Regionen gebaut. Lorenz: „Indem kleinere Gemeinden den eigenen Wohnbedarf sozial verträglich und in beträchtlichem Ausmaß abdecken, nehmen sie Druck von den Ballungsgebieten. Ein gutes Beispiel ist Ludesch, wo wir 2010 das IAP-Sozialzentrum und somit seit 1991 acht Anlagen mit gesamt 104 Wohnungen errichtet haben.“ Der Trend „klein und überschaubar“ zeigt sich unter anderem in Satteins: Im Juni 2010 wurde mitten im Ortszentrum eine freilich als Passivhaus realisierte und elf Einheiten umfassende Anlage übergeben. Und während in Wolfurt, wo die VOGEWOSI schon seit 1964 intensiv tätig ist, 20 weitere Wohnungen fertiggestellt wurden, konnte in Koblach die erste VOGEWOSI-Anlage errichtet werden.
Bauen für alle Generationen
Die demografische Entwicklung stellt die Betreuungs- sowie Pflegeinfrastruktur vor große Herausforderungen und führt dazu, dass betreutes Wohnen immer wichtiger wird. Nach Bregenz und Frastanz übergab die VOGEWOSI im Juni 2010 auch in Dornbirn eine Anlage für betreubares Wohnen. Sieben weitere Projekte, die auf dem VOGEWOSI-Modell für integratives Wohnen basieren, befinden sich in Vorbereitung. Laut Geschäftsführer Lorenz wohnt rund ein Neuntel der Bevölkerung Vorarlbergs bei der VOGEWOSI: „Es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass diese Menschen möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben können.“ Zudem legt die VOGEWOSI großen Wert auf generationenübergreifendes und familienfreundliches Bauen. Dazu gehören auch sichere sowie gepflegte Spielplätze. „Kinder haben Rechte auf Freiräume in unserem täglichen Handeln und auf Anerkennung als gleichberechtigte Partner“, betont Günter Lampert.
VOGEWOSI errichtet erstes eigenes Biomasse-Heizwerk
2010 investierte die VOGEWOSI insgesamt 10,1 Mio. Euro in die Sanierung von 20 Anlagen bzw. 1.249 Wohnungen und verbesserte dadurch erheblich die Wohn- und Lebensqualität der Bewohner. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Neben Passivhaussanierungen, etwa auch in Baubetreuung für die Arbeiterkammer Feldkirch, wurden bei einer Anlage in Frastanz unter anderem vier Personenaufzüge angebaut und barrierefreie Zugangsrampen erstellt. Bei vielen Sanierungsprojekten wurden die Heizungen runderneuert. Nicht so jedoch in der Siedlung Bludenz-Kreuz, wo die VOGEWOSI erstmals ein eigenes Biomasse-Heizwerk errichtete, das als Brennstoff Hackschnitzel aus dem Großen Walsertal einsetzt. Ausschlaggebend war der Umweltgedanke, konstatiert Lorenz – immerhin hätte ein Nachrüsten der Einzelheizungen etwa gleich viel gekostet: „Mit dem Biomasse-Heizwerk ist es uns gelungen, etwas Nachhaltiges zu schaffen. Auch spielt in Zeiten stetig steigender Öl- und Gaspreise die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen eine wesentliche Rolle.“
2011: 24 Mio. Euro für 13 neue Anlagen
Die Wohnsituation für sozial schwächere Menschen werde sich in den nächsten Jahren wohl weiter verschärfen, so Günter Lampert: „Um den gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht zu werden, arbeiten wir noch enger mit Land und Kommunen zusammen und erbauen wie bisher dort Wohnungen, wo Bedarf besteht.“ Das Bauvolumen 2011 befindet sich auf ähnlich hohem Niveau wie in den letzten beiden Geschäftsjahren. Dabei fließen rund 24 Mio. Euro in den Bau von 13 neuen Anlagen mit insgesamt 265 Wohnungen und circa sieben Mio. Euro in den Sanierungsbereich.
Factbox:
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2010 |
2009 |
| Bilanzsumme |
669,4 Mio. € |
651,7 Mio. € |
| Eigenkapital |
147,6 Mio. € |
144,3 Mio. € |
| Sachanlagevermögen |
517,4 Mio. € |
500,4 Mio. € |
| Umsatz |
62,8 Mio. € |
61,4 Mio. € |
| Bilanzgewinn |
3,37 Mio. € |
3,88 Mio. € |
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| Bestand unbebaute Grundstücke |
193.400 m² |
198.600 m² |
| Mietwohnungen |
13.120 |
13.020 |
| Eigentumswohnungen (nur Verwaltung) |
2.534 |
2.494 |
| Verwaltete Wohnungen gesamt |
15.654 |
15.514 |
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Mitarbeiter samt Beschäftigte in Werkstätte und dezentralen Hausverwaltungen |
83 |
85 |
 VOGEWOSI-Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Lorenz und VOGEWOSI-Aufsichtsratsvorsitzender Günter Lampert bei der Bilanzpressekonferenz.
 In Schruns wurde 2010 ein Wohnhaus realisiert, in dem sich neben fünf von der VOGEWOSI verwalteten Einheiten die Wohngemeinschaft „Benjamin“ der Caritas Vorarlberg befindet.
 Betreubares Wohnen: Die Anlage Dornbirn-Birkenwiese II verfügt über ein Seniorenhaus mit 30 Einheiten, 38 Mietwohnungen und sieben Einheiten für die Lebenshilfe Vorarlberg.
 Passivhaussanierung in Baubetreuung: In Feldkirch (Lorenz Germannstraße) wurde ein Wohnhaus der Arbeiterkammer Vorarlberg in bewohntem Zustand instandgesetzt.
 Kinderrechteskulptur in der Bregenzer Achsiedlung: Ein symbolisches Geschenk der aqua mühle frastanz für alle 20.000 Kinder, die in VOGEWOSI-Wohnungen leben.
(Fotos: VOGEWOSI)
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung: Dr. Hans-Peter Lorenz Geschäftsführer VOGEWOSI T: +43 (0) 5572 3805 - 411 E: hans-peter.lorenz@vogewosi.at
Pressebetreuung: boehler-pr kommunikationsberatung Mag. Christiane Mähr T: +43 (0) 650 9231341 E: christiane.maehr@boehler-pr.com
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