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VOGEWOSI Halbjahresbilanz: Sozialer Wohnbau notwendiger denn je

- Bauvolumen 2011: Langer Winter und Lieferengpässe führen zu Verzögerungen
- 250 neue Wohnungen bis Ende 2012, Sanierungsmaßnahmen bei 1.115 Wohnungen
- Vielfalt: Von kleinen, umweltverträglichen Anlagen bis hin zu modernen Sozialzentren
- Betriebskostenabrechnung 2010: VOGEWOSI zahlt 1,8 Mio. Euro an Mieter zurück


Der VOGEWOSI-Aufsichtsrat genehmigte für 2011 ein Bauvolumen von rund 31 Millionen Euro. Hans-Peter Lorenz, Geschäftsführer der VOGEWOSI stellt klar, dass man aller Voraussicht nach am Ende des Jahres etwas unter dem Voranschlag liegen werde: „Aufgrund des doch sehr strengen und langen Winters gab es eine Verzögerung bei der Umsetzung des heurigen Bauvolumens.“ Nichtsdestotrotz schafft der gemeinnützige Wohnbauträger im ganzen Land neuen Wohnraum. Die Nachfrage nach sozialem Wohnbau ist nach wie vor sehr hoch, weiß Aufsichtsratsvorsitzender Günter Lampert: „Insbesondere in kleineren, ländlichen Gemeinden erfüllt die VOGEWOSI ihre gesetzliche und soziale Verpflichtung. Aber auch im Hinblick auf den steigenden Bedarf für betreute Wohnanlagen und Pflegeheime sind wir seit mehreren Jahren sehr gut aufgestellt.“


Die VOGEWOSI bietet den Gemeinden stets maßgeschneiderte Lösungen, wovon schlussendlich die Bewohner profitieren. Seit Jänner 2011 zählt der gemeinnützige Wohnbauträger 132 neue Mieter, 43 davon leben in der Wohnanlage Götzis-Garnmarkt – sie ist Teil des neuen Zentrums im Herzen von Götzis, ein Lebensraum für Jung und Alt mit einer Durchmischung von Einkaufen, Arbeiten und Wohnen. In Tschagguns wurde eine Kleinwohnanlage mit zwölf Einheiten errichtet, die sowohl architektonisch als auch energetisch – der hohe ökologische Grad hält die Energiekosten für Heizung und Warmwasser niedrig – überzeugt. Weiters stellte die VOGEWOSI in Bludenz 20 betreute Wohnungen plus eine Station für Gemeinwesenarbeit fertig. Stolz ist man auf die Anlage Koblach-Dorf, immerhin sind es die ersten 20 VOGEWOSI-Wohnungen in der Kummenberggemeinde. Und in Ludesch realisierte die VOGEWOSI gleich zwei Projekte: Neben einer Anlage mit 27 Wohnungen wurde das IAP-Sozialzentrum komplett erneuert.

Umweltgedanke baut mit

Beim IAP-Sozialzentrum legte die VOGEWOSI ein großes Augenmerk auf die nachhaltige und umweltverträgliche Bauweise. Ein Beispiel: Trotz Mehrkosten von rund 15 Prozent entschied man sich für Ökobeton, wovon rund 1.500 m³ eingesetzt wurden. Im Vergleich zur Zementherstellung werden hier 250 Tonnen CO2 eingespart. Dies entspricht etwa 1,7 Millionen gefahrener Autokilometer oder 42 Weltumrundungen. Nicht nur ein Gewinn für die rund 26.000 Bäume, die für den Abbau dieser Menge an CO2 in einem Jahr notwendig wären. Ein weiteres, besonderes Neubauprojekt findet sich in der 373 Einheiten umfassenden Siedlung Bludenz-Kreuz: Hier errichtete die VOGEWOSI ein eigenes Biomasse-Heizwerk. Dabei stand, laut Hans-Peter Lorenz, der Umweltgedanke im Vordergrund: „Wir wollten etwas Nachhaltiges schaffen. In Zeiten stetig steigender Öl- und Gaspreise spielt die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen eine wesentliche Rolle.“


Leistbarer Wohnraum für jedermann

Bis Ende dieses Jahres wird die VOGEWOSI zwei weitere Anlagen in Frastanz mit 21 respektive 14 Wohnungen fertigstellen. Ein weiteres Projekt soll Ende des Jahres in Dornbirn-Brehmenmahd abgeschlossen werden: Durch eine Gebäudeaufstockung werden insgesamt 16 neue Wohnungen geschaffen, ohne einen zusätzlichen Quadratmeter Bauland zu benötigen. Acht davon wurden bereits im Frühjahr übergeben, im November folgen die restlichen acht. Des Weiteren befinden sich acht Wohnanlagen mit insgesamt 176 Einheiten im Bau, die im kommenden Jahr finalisiert werden. Konkrete Vorbereitungen laufen derzeit für rund 130 Wohnungen.
Die Kernkompetenz der VOGEWOSI besteht freilich darin, qualitativ hochwertige Wohnanlagen mit sozial verträglichen Mieten zu errichten. Daneben werden jedoch immer öfter auch Projekte im Bereich des „Betreuten Wohnens“ realisiert. „Hier geht es vor allem darum, bedarfsgerechten Wohnraum für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung bereitzustellen. Auch Pflegeheime fallen in diesen Bereich, wie etwa das Sozialzentrum Nenzing, bei dem im Frühjahr 2012 die Bauarbeiten beginnen sollten. Wir arbeiten aber unter anderem auch eng mit sozialen Einrichtungen zusammen, die sich beispielsweise um die Betreuung von Drogenabhängigen kümmern“, betont Aufsichtsratsvorsitzender Günter Lampert. So wird etwa noch dieses Jahr der Neubau der Drogenberatungsstelle „Ex & Hopp“ in Dornbirn fertigstellt und bei der Therapiestation Lukasfeld in Meiningen – eine Nachsorgestation für Drogenabhängige – hat die VOGEWOSI die Baubetreuung übernommen.

Umfassende Sanierungsmaßnahmen

Für den Bereich Großinstandsetzung wurden 2011 rund sieben Millionen Euro veranschlagt. Allerdings hat auch hier der Winter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zudem kam man wegen fehlender Lieferungen – unter anderem gibt es bei Fenstern Lieferengpässe – ein klein wenig in Verzug. Bisher wurden die Arbeiten bei 318 Wohnungen abgeschlossen. Die Maßnahmen sind dabei sehr unterschiedlich und reichen von der Erneuerung der Wohnungseingangstüren und Heizanlagen über die Sanierung von Müllplätzen und Rohrleitungen bis hin zu Flachdach- und Tiefgaragendeckensanierung. Letzteres wird derzeit etwa bei der 357 Einheiten umfassenden Achsiedlung in Bregenz durchgeführt. Aber auch um Hochwasserschutz kümmert sich die VOGEWOSI, wie Geschäftsführer Lorenz erklärt: „Nach dem Hochwasser im vergangenen Sommer müssen bei der Wohnanlage Lochau-Hofacker beispielsweise Lichtschächte erhöht und neue Kanalleitungen gelegt werden.“

Betriebskostenabrechnung: Mehrzahl der Bewohner erhält Geld zurück

1,8 Mio. Euro zahlt die VOGEWOSI Ende Juli im Rahmen der Betriebskostenabrechnung 2010 an die Mieter zurück. „In Bezug auf die Betriebskosten wird bei der VOGEWOSI seit jeher vorausschauend kalkuliert. Dadurch, aber auch durch weitreichende Sanierungs- und Energiesparmaßnahmen gelingt es uns, die Abrechnungsergebnisse auf einem konstant guten Niveau zu halten“, so Hans-Peter Lorenz. Die Mehrzahl der über 13.000 Mieter, konkret 9.566 Bewohner, erhält bis zu 300 Euro zurück. Die Nachforderungen belaufen sich gesamt auf 194.700 Euro, dies betrifft jedoch lediglich 2.210 Mieter. In diesen Bereich fallen insbesondere Heizkosten, mitunter aber auch öffentliche Abgaben für Müll, Kanal und Abwasser.


 Facts: Halbjahresbilanz 2011
- Bauvolumen gesamt 2011: 30,9 Mio. Euro; bisher umgesetzt: rund 35 Prozent
- Neubau: 23,9 Mio. Euro; Großinstandsetzungen: 7 Mio. Euro
- Erstvermietungen seit 1. Jänner 2011: 132 Wohnungen bzw. 6 Anlagen
- Derzeit im Bau: 176 Wohnungen bzw. 8 Wohnanlagen
o Fertigstellung 2011: Frastanz-Bahnhofstraße (21 Wohnungen), Frastanz-Haus Panama (14 Wohnungen), Dornbirn-Bremenmahd (16 Wohnungen durch Gebäudeaufstockung), Drogenberatungsstelle „Ex & Hopp“ in Dornbirn
o Fertigstellung 2012: Schruns-Silvrettastraße (21 Wohnungen), Dornbirn-Haldengasse (18 Wohnungen), Dornbirn-Hintere Achmühle (17 Wohnungen plus Geschäftsflächen), Bregenz-Rheinstraße West (28 Wohnungen), Bludenz-Arbeiterkammer (34 Wohnungen plus Geschäftslokale und Büro für die AK), Kennelbach-Waldhäuser (23 Wohnungen), Göfis-Lehrerhof (14 Wohnungen)
- In Vorbereitung: ca. 130 Wohnungen

Facts: Betriebskostenabrechung 2010
- Wohnungen gesamt per 30.6.2011: 13.260
- Rückzahlungen gesamt: 1,8 Mio. Euro (2009: 1,7 Mio. Euro)
o Davon erhalten ca. 9.566 Mieter Rückzahlungen bis zu 300 Euro
- Nachforderungen gesamt: 194.700 Euro (2009: 183.000 Euro)
o Davon müssen rund 2.000 Mieter bis zu 200 Euro nachzahlen

 

Bilder:


VOGEWOSI-Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Lorenz und VOGEWOSI-Aufsichtsratsvorsitzender Günter Lampert.


Die neue, als Passivhaus der Ökostufe fünf errichtete Wohnanlage Koblach-Dorf zählt acht Zwei-, elf Dreizimmerwohnungen und eine vier Zimmer umfassende Einheit. Zudem sorgen Balkone und Gartenanteile für ein Mehr an Wohnqualität.


Im Auftrag der Gemeinde Ludesch wurde das Sozialzentrum der Integrierten Altenpflege – kurz IAP – von der VOGEWOSI komplett erneuert. Am 6. Mai fand die feierliche Eröffnung statt.


In der Siedlung Bludenz-Kreuz folgen nun, nach der Errichtung des eigenen Biomasse-Heizwerks, Großinstandsetzungsmaßnahmen: Heuer werden die ersten 44 von insgesamt 373 Wohnungen saniert.

(Bildnachweis: VOGEWOSI)
 
Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Dr. Hans-Peter Lorenz
Geschäftsführer VOGEWOSI
T: +43 (0) 5572 3805 - 411
E: hans-peter.lorenz@vogewosi.at


Pressebetreuung:

boehler-pr  kommunikationsberatung
Mag. Christiane Mähr
T: +43 (0) 650 9231341
E: christiane.maehr@boehler-pr.com

 

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