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„Wohnen 500": Vorzeigeprojekt der VOGEWOSI in Mäder eröffnet

Wohnen 500: Vorzeigeprojekt der VOGEWOSI in Mäder eröffnet
BM Siegele: Wohnen kennt keine Grenzen


Rechtzeitig vor Weihnachten wird die VOGEWOSI-Wohnanlage „Wohnen 500“ in Mäder an die Bewohner übergeben. Die Menschen, die künftig hier leben werden, sind bunt gemischt: Sechs Flüchtlingsfamilien mit Bleibestatus aus Syrien und Afghanistan, 13 einheimische Familien – darunter neun alleinerziehende Mütter und Menschen, die es nicht einfach hatten in ihrem Leben. Die Wohnanlage mit der Holzfassade in Mäder gibt einen Eindruck, wie Zusammenleben in Vorarlberg in Zukunft funktionieren kann, erklären VOGEWOSI-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz und der Bürgermeister von Mäder, Rainer Siegele, heute Nachmittag bei der Wohnungsübergabe: „Die VOGEWOSI hat in Zusammenarbeit mit dem Land Vorarlberg und der Gemeinde Mäder leistbaren Wohnraum mit modernem Standard für Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen geschaffen. Das Projekt „Wohnen 500“ beweist, dass in ganz Vorarlberg rasch und kostengünstig gebaut werden kann.“

Es waren ambitionierte Vorgaben, die an „Wohnen 500“ gestellt und erfüllt wurden. Die rekordverdächtige Bauzeit von nur drei Monaten wurde punktgenau eingehalten, die kostensparende Modulbauweise hat architektonisch und technisch bestens funktioniert, und die fertig angelieferten Boxen sind zu gemütlichen Wohnungen geworden.
VOGEWOSI-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz ist stolz darauf, dass in Mäder der Beweis für eine neue Dimension im gemeinnützigen Wohnbau umgesetzt wurde. Das von der VOGEWOSI gemeinsam mit dem Bregenzerwälder Holzbauunternehmen Kaufmann Bausysteme und dem Dornbirner Architekten Johannes Kaufmann entwickelte System in Vorarlberger Holzbauqualität hat dank einer präzisen Vorbereitung und einem motivierten Team alle Anforderungen für eine künftige Serienproduktion bestanden. „Das Modell hat sich bewährt und kann jetzt überall und sofort umgesetzt werden“, erklärt Hans-Peter Lorenz. Das für Wohnbau zuständige Regierungsmitglied Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag für leistbares Wohnen in Vorarlberg: „Die Schaffung leistbaren Wohnraums ist ein Kernanliegen der Landesregierung. Durch optimierte Grundrisse und erhöhte Vorfertigung kann eine kompakte und leistbare Nutzfläche von 65 m² einschließlich Standardküche zu einem Preis von 500 Euro inkl. aller Nebenkosten realisiert werden. Das Projekt ist somit ein wichtiger Beitrag für leistbares Wohnen in Vorarlberg“.

Verschiedene Kulturen und Menschen unter einem Dach

Wie bei allen VOGEWOSI-Wohnanlagen entscheidet die jeweilige Gemeinde über die Vergabe der Wohnungen. In Mäder gibt es dafür klare Regelungen: Die Wohnungen werden mit einem Punktesystem an Menschen mit Wohnungsbedarf vergeben, zu einem Drittel an anerkannte Flüchtlinge mit Bleibestatus und zu zwei Drittel an einheimische Wohnungssuchende. Die Zuteilung der einzelnen Wohnungen in den beiden Gebäuden wurde per Los festgelegt.
Bürgermeister Rainer Siegele zeigt sich beeindruckt, wie glücklich die Menschen sind, die jetzt in Mäder ein Zuhause finden. Sechs Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan und Syrien ziehen ein, eine Familie mit vier Kindern erhält zwei nebeneinander liegende Wohnungen. Zwei junge Männer, die mit ihren Frauen einziehen, haben bereits eine Arbeitsstelle. Elias Almaaz ist Agraringenieur und arbeitet bei der Firma Gunz im Versand, Issa Almaaz ist Architekt und arbeitet als technischer Angestellter in Bludenz. Bei den einheimischen Wohnungswerbern sind neun alleinerziehende Mütter dabei, zwei Familien mit Kindern und zwei Wohngemeinschaften mit Menschen, die lange auf eine Bleibe gewartet haben.

Mäder als Beispiel für Wohnen im Rheintal
Mit der Zuteilung von Wohnungen auch an Wohnungssuchende aus anderen Gemeinden hat Bürgermeister Siegele klar gemacht, dass Wohnungsnot nicht an Gemeindegrenzen Halt machen darf. „Die Rheintalgemeinden wachsen immer mehr zu einer großen Stadt zusammen, die Menschen leben so und wir in der Gemeinde sollten auch über die Grenzen hinaus denken. Wir haben daher gerne auch Menschen mit dringendem Wohnungsbedarf aus anderen Gemeinden berücksichtigt.“
Diese Haltung wird künftig für alle gelten, denn ab Jänner 2017 werden die Vergaberichtlinien für Wohnungen in Vorarlberg dahingehend geändert.
Mit der neuen Wohnanlage kann die Gemeinde Mäder den Bedarf an Familienwohnungen mit drei Zimmern für den Moment decken. Bürgermeister Rainer Siegele ist sich jedoch bewusst, dass weitere Wohnungen dringend notwendig sind, denn Mäder ist eine attraktive und schnell wachsende Wohngemeinde in zentraler Lage mitten im Rheintal. Seit den sechziger Jahren schon zählt Mäder zu den Top 3 der am schnellsten wachsenden Gemeinden in Vorarlberg mit einem hohen Anteil an Grenzgängern.

2017 folgt neues Wohnprojekt in Mäder
Das nächste Wohnprojekt in Zusammenarbeit mit der VOGEWOSI ist daher schon in Planung, Im Frühjahr 2017 soll der Baustart für weitere 18 Wohnungen in Mäder erfolgen – mit betreuten 2-Zimmer-Wohnungen und 4-Zimmer-Wohnungen für größere Familien, erklärt Bürgermeister Siegele die Ziele der Gemeinde.  
Dass in dieser Wohnanlage ebenfalls Platz für Flüchtlingsfamilien geschaffen wird, ist für Bürgermeister Siegele klar. Auch die Bevölkerung in Mäder ist aufgeschlossen gegenüber  Flüchtlingen, viele Menschen sind ehrenamtlich tätig und es wird in Mäder erfolgreich ein Sprachencafe betrieben.

Rümmele: Es braucht die Unterstützung der Bürgermeister
Wie viele Wohnanlagen nach dem System „Wohnen 500“ künftig in Vorarlberg errichtet werden, hängt letztendlich von jeder einzelnen Gemeinde ab. Die Voraussetzungen sind jetzt erarbeitet, es kann nach zuverlässigen Kriterien gebaut werden, meint VOGEWOSI-Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Rümmele: „Ich appelliere an meine Kolleginnen und Kollegen, diese Chance zu nützen und zum Beispiel ein Grundstück zur Verfügung zu stellen, damit rasch und leistbar Wohnraum geschaffen wird, der zur Belebung jeder Gemeinde beiträgt.“
Zwei weitere Projekte nach dem Modell „Wohnen 500“ sind bereits in Planung. Eine Wohnanlage mit zehn Wohnungen wird im Frühjahr 2017 auf einem Grundstück der VOGEWOSI in Feldkirch Altenstadt errichtet. Auch in Höchst Mühlebrunnen sind 30 Wohnungen vor allem für bestehende heimische Wohnungssuchende in Vorbereitung.



Fakten Wohnen 500
Bauvorhaben Mäder, Neue Landstrasse
20 Wohnungen in zwei Gebäuden
3-Zimmer-Wohnungen mit 65,2 m2

Architekt: Johannes Kaufmann, Dornbirn
Holzmodullieferant: Firma Kaufmann Bausysteme, Reuthe
Errichtung Bodenplatte: Firma Gobber Bau GmbH, Bregenz

Energie:
Gasbrennwertgerät, zentrale Warmwasseraufbereitung
über Heizung und Solaranlage (mit Heizungseinbindung)
HWB 34 /kWh/m²/Jahr, PEB 115 kWh/m²/Jahr, CO2-Emission 21 kg/m²/Jahr
Gesamteffizienzfaktor fGee 0,75



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