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VOGEWOSI-Bilanz 2016: Starker Anstieg im Neubau

„Unser Ziel ist es, immer innovativ zu bleiben.“ Dieses Motto verfolgte die VOGEWOSI im Jahr 2016 sehr konsequent und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Zwei neue Gemeinden haben sich für eine Zusammenarbeit mit der VOGEWOSI entschieden, 240 Wohnungen, sieben Geschäftslokale und 245 Stellplätze wurden an die Bewohner übergeben. Das neue Konzept Wohnen500© hat sich sehr gut etabliert und erweist sich als zukunftsträchtige Alternative zu klassischen Bauverfahren.

Im Jahr 2016 hat die VOGEWOSI die Wohnbauoffensive des Landes mit Bautätigkeiten in allen Landesteilen intensiv fortgeführt. Insgesamt waren 312 Wohnungen in Bau, für Sanierungen von 21 Wohnanlagen wurden 8,7 Mio. Euro investiert und das zuordenbare Neubauvolumen stieg von 33,7 Mio. Euro auf 48,7 Mio. Euro. Die Bilanz 2016 der VOGEWOSI zeichnet sich durch eine solide wirtschaftliche und finanzielle Gebarung aus. Das Eigenkapital stieg auf 242,7 Mio. Euro – diese hohe Steigerung erklärt sich durch eine neue Ausweisung aufgrund gesetzlicher Änderung (RÄG 2014) – die Eigenmittelquote liegt konstant bei 32,2 Prozent. VOGEWOSI Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz betont, dass die Finanzkraft der VOGEWOSI die Grundlage für die Sicherung von leistbaren Mieten darstellt: „Die Eigenkapitalquote ist eine zentrale Größe in unserer Bilanz. Sie garantiert uns im Verbund mit der öffentlichen Wohnbauförderung langfristig stabile und somit leistbare Mieten.“

Mut zu neuen Ideen
Die Situation der Baukonjunktur stellte die VOGEWOSI im Jahr 2016 vor besonders große Herausforderungen. Baukosten und Grundstückspreise steigen unaufhaltsam, gleichzeitig sollte vermehrt leistbarer Wohnraum geschaffen werden. „Unser Ziel ist es, den wohnungssuchenden Menschen in Vorarlberg ein zu Hause zu geben. Es soll nicht nur ein Dach über dem Kopf sein, sondern ein Ort, an dem sie sich wohlfühlen. Das bedeutet für uns: hohe Wohnqualität zu leistbaren Preisen. Auf Grund der steigenden Zahl an wohnungssuchenden Menschen in unserem Land spielt auch der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Wohnraum wird dringend benötigt und soll rasch zur Verfügung gestellt werden. Um all diese Ziele erreichen zu können, braucht es Mut zu neuen Ideen“, erklärt Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz bei der Pressekonferenz.

Innovatives Wohnbaukonzept
Diesen Mut bewies die größte gemeinnützige Wohnbauvereinigung Vorarlbergs, indem sie gemeinsam mit Kaufmann Bausysteme aus Reuthe und dem Planer Johannes Kaufmann ein völlig neues Wohnbaukonzept realisiert hat: Eine Wohnanlage bestehend aus Holzmodulen, gefertigt in der Halle, angeliefert auf LKWs und vor Ort zusammengebaut – und das in einer Rekordbauzeit von nur drei Monaten. Das Resultat heißt Wohnen500©. Die erste Anlage in Mäder konnte im Dezember 2016 bezogen werden, eine weitere Ende Mai 2017 in Feldkirch. Folgeprojekte sind bereits in Planung und Umsetzung. „Wohnen500© erfüllt alle Punkte, die für uns ein erfolgreiches Projekt ausmachen: rasche Bauzeit, kostenoptimierte Umsetzung und somit ein wirklich günstiges Wohnungsentgelt von 500 Euro für eine 65 m2 Wohnung. In einem nächsten Schritt arbeiten wir bereits am Projekt Wohnen500+ bei dem Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Wohnungen mit absoluter Barrierefreiheit im selben System realisiert werden können, auch andere Gebäudetypen kommen dabei zur Ausführung“, so Lorenz.

Steigerung der Neubautätigkeit
Immer mehr Gemeinden vertrauen auf die Kompetenz der VOGEWOSI. So konnten mit Thüringen und Lingenau zwei neue Gemeinden gewonnen werden. Thüringen hat in einem Jahr gleich zwei Anlagen eröffnet: 28 Wohnungen und ein Lebensmittelnahversorger bereichern das Zentrum der Walgau-Gemeinde, weitere 18 Wohnungen wurden im Kläffisweg gebaut. Mit Lingenau kann sich die VOGEWOSI über ihre Präsenz in der 50. Gemeinde des Landes freuen. Das Wohnhaus „Lindobom“ wurde als Betreutes Wohnen ausgeführt, verfügt über 13 Wohnungen und eine hauseigene Bibliothek. Weitere Anlagen in der Form Betreutes Wohnen wurden in Bludenz (48 Wohnungen), Lustenau (47 Wohnungen) und Koblach (16 Wohnungen) an die neuen Bewohner übergeben. Mit Schruns (32 Wohnungen) und Vandans (18 Wohnungen) konnte in zwei Gemeinden des Montafons weiterer leistbarer Wohnraum geschaffen werden.
Ende 2016 waren zudem 312 Wohnungen, 66 Lokale und 334 Stellplätze in Bau. Das zuordenbare Neubauvolumen ist von 33,7 Mio. Euro im Jahr 2015 auf 48,7 Mio. Euro im Jahr 2016 angestiegen. Dies bedeutet eine Steigerung von 44 Prozent. Dazu kommen ein Baubetreuungsvolumen von 4,4 Mio. Euro sowie 8,7 Mio. Euro, die in die Sanierung von 21 bestehenden Anlagen mit 617 Wohnungen investiert wurden.

Hohes Tempo im Jahr 2017
Seit 2013 ist es Vorgabe des Landes, die Neubautätigkeit im sozialen Wohnbau stark zu forcieren. 550 bis 600 Wohnungen sollen jedes Jahr errichtet werden. Die Auswirkungen dieser Dynamik sind bereits deutlich spürbar und „es wird im selben Tempo weitergehen“, erklärte Hans-Peter Lorenz. Derzeit befinden sich 17 Wohnanlagen mit 717 Wohnungen im Bau, 15 Anlagen mit 330 Wohnungen sind in Bauvorbereitung. Um dieses hohe Niveau halten zu können, richtet sich Wolfgang Rümmele, Aufsichtsratsvorsitzender der VOGEWOSI, vor allem an die Bürgermeister: „Viele Gemeinden haben ideale Grundstücke für Wohnanlagen in ihrem Besitz und ich kann nur an die Bürgermeister appellieren, diese Flächen im Sinne der Bevölkerung für Wohnraum zur Verfügung zu stellen.“ Auch die laufend steigenden Errichtungskosten beobachtet Rümmele genau: „Die Baubranche boomt, die Grundstückspreise steigen und die überbordenden Normen und teilweise überhöhten Standards zeigen Auswirkungen auf die Baukosten. Auch der ökologische und energetische Aspekt des Bauens spielt dabei eine wichtige Rolle. So stellt sich zum Beispiel die Frage, ob es notwendig ist, sozialen Wohnbau im Passivhausstandard zu errichten. Die große Herausforderung bei all diesen Fragen wird es sein, mit einem gewissen Augenmaß das notwendige Gleichgewicht zu finden. Denn das Ziel der VOGEWOSI ist klar: Wir möchten im ganzen Land leistbaren Wohnraum für Menschen mit dringendem Wohnbedarf schaffen.“

Positiver Prüfbericht für die VOGEWOSI
Der Revisionsverband der gemeinnützigen Bauvereinigungen Österreichs hat der VOGEWOSI für die Bilanz 2016 den uneingeschränkten Prüfungsvermerk ausgestellt. Der VOGEWOSI werden wieder eine hohe Wirtschaftlichkeit, eine effiziente und kostengünstige Verwaltung und eine besonders erfolgreiche gemeinnützige Tätigkeit bescheinigt.

Zahlen und Fakten

  2016 2015
Bilanzsumme 753,2 Mio. € 714,8 Mio. €
Eigenkapital* 242,7 Mio. € 239,6 Mio. €
Sachanlagevermögen 608,5 Mio. € 573,9 Mio. €
Umsatz 75,5 Mio. € 73,7 Mio. €
Bilanzgewinn 5,28 Mio. € 5,11 Mio. €
     
Bestand unbebaute Grundstücke 185.600 m² 209.800 m²
Mietwohnungen 13.758 13.612
Eigentumswohnungen (nur Verwaltung) 2.635 2.625
Verwaltete Wohnungen gesamt 16.393 16.237
Mitarbeiter samt Beschäftigten
in Werkstätte und dezentralen Hausverwaltungen
96 94

                        * andere Ausweisung aufgrund gesetzlicher Änderungen (RÄG 2014)

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Dr. Hans-Peter Lorenz
Geschäftsführer VOGEWOSI
T: +43 (0) 5572 3805 - 411
E:

Pressebetreuung:
boehler PR und Kommunikation
Mag Victoria Lässer
T: + 43 (0) 664 88519027
E:

Video von der Pressekonferenz bei VOL.AT

Bludenz - Spitalgasse

Schruns - Batloggstrasse II

Lindohus - Lingenau

Wohnen 500 Mäder