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Grundsteinlegung „Betreutes Wohnen“ in Warth

Bürgermeister Stefan Strolz: "Wohnraum ist der Schlüssel zur Gemeindeentwicklung und Lebensqualität im Dorf"

Leistbares Wohnen in allen Landesteilen – dieses Ziel setzt die VOGEWOSI aktuell in Warth um. Acht Wohnungen im gemeinnützigen Wohnbau werden errichtet. Mit Hilfe zusätzlicher Fördermittel des Landes haben Gemeinde und Pfarre Warth dieses Wohnprojekt ermöglicht. Für Bürgermeister Stefan Strolz ist die VOGEWOSI-Wohnanlage „Betreutes Wohnen“ ein "wichtiges Signal für eine lebendige Dorfentwicklung".

Mit 1.300 Gästebetten und 600 Mitarbeitern in den verschiedenen Tourismusbetrieben bringt es Warth während der Wintersaison auf ca. 2.000 Bewohner im Ort. Die Einheimischen sind mit 170 Einwohnern die kleinste Gruppe – und für sie fehlt immer mehr der Platz, um in Warth ganzjährig wohnen zu können. In der Tourismusgemeinde gibt es nur wenige Baugründe und Bauen ist in dieser Lage überdurchschnittlich teuer. 99 Prozent der Bewohner von Warth leben vom Tourismus, die anderen ziehen weg. Die Gemeinde will diesen Trend jetzt stoppen, denn „Wohnraum ist der Schlüssel zur Gemeindeentwicklung“ und damit zur Lebensqualität im Dorf. Bürgermeister Stefan Strolz: „Wir Warther haben das gleiche Recht, in unserem Ort zu leben wie jeder andere Vorarlberger auch.“


„Unmögliches gemeinsam möglich machen.“

Damit heute der Grundstein für die Wohnanlage in Warth gelegt werden kann, brauchte es außergewöhnliche Anstrengungen von allen Beteiligten, betonte VOGEWOSI-Aufsichtsratsvorsitzender Günter Lampert die besondere Entstehungsgeschichte des Projektes. So wurde das Grundstück für die Wohnanlage von der Pfarre Warth zur Verfügung gestellt. Olympiasieger Hubert Strolz hat sich als Obmann des Pfarrkirchenrates Warth für diese Nutzung eingesetzt und damit die Voraussetzung für leistbare Wohnungen in Warth geschaffen.


Großzügige Unterstützung des Landes Vorarlberg

Ein weiteres Problem stellte die Finanzierung dar. Die geplanten Errichtungskosten von 1,52 Mio. Euro für die höchst gelegene VOGEWOSI-Wohnanlage liegen deutlich über den Baukosten im Tal, erläutert VOGEWOSI-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz. Lange Anfahrtswege, felsiges Gelände, große Schneelasten im Winter und auch eine nur sehr kurze Bauzeit über den Sommer machen das Projekt zu einer finanziellen Herausforderung, die nur mit der Unterstützung des Landes gemeistert werden konnte. Das Land Vorarlberg hat neben den günstigen Fördermitteln in diesem besonderen Fall auch noch einen verlorenen Zuschuss von 300.000 Euro gegeben und damit einen wesentlichen Beitrag zur Gemeindeentwicklung in Warth geleistet.


Landeshauptmann Wallner: Gleichwertige Entwicklung in allen Landesteilen

Das Wohnbauprojekt in Warth wird mit über 850.000 Euro aus Landesmitteln gefördert. Mit der neu gestarteten Wohnbauoffensive bekennt sich das Land auch klar zum gemeinnützigen Wohnbau, betont Landeshauptmann Markus Wallner bei der Grundsteinlegung in Warth. Bis 2018 werden in Vorarlberg 2.500 Wohnungen im gemeinnützigen Wohnbau geschaffen – also 500 pro Jahr. „Die Umsetzung dieses ambitionierten Ziels hat bereits begonnen. Die Wohnungen werden nicht nur in den Ballungsräumen gebaut, sondern eben auch in kleineren Gemeinden wie Warth, Hittisau oder aktuell im Klostertal“, erklärt Wallner und fügt hinzu: „Wichtig ist uns eine gleichwertige Entwicklung in allen Landesteilen zu ermöglichen. Ohne Wohnbauförderungsmittel wäre dies nicht machbar, wie man am Projekt in Warth gut erkennen kann.“


Wohnungen für junge Familien und Senioren

Die Gemeinde Warth ist zuversichtlich, dass die neue Wohnanlage im Dorf viel in Bewegung bringen wird. Schon jetzt haben sich sieben Bewerber für die acht Wohnungen gemeldet. Ziel der Gemeinde ist es, nicht nur den Warther Bürgern Wohnraum zu bieten, sondern auch wieder junge Familien nach Warth zu holen, denn „wir haben einen Kindermangel“.  So kann sich Strolz vorstellen, dass ältere Menschen, bei einem Generationswechsel, gerne ihr Haus gegen eine komfortable Wohnung tauschen, dass junge Familien eine Startwohnung nützen und auch ganzjährige Mitarbeiter von Tourismusbetriebe gerne in Warth wohnen möchten. Und wenn der Ort wieder wächst, besteht auch die Chance, dass das vor 22 Jahren errichtete Kindergartengebäude bald wieder seine ursprüngliche Bestimmung erfüllen kann.


Facts VOGEWOSI-Wohnanlage „Betreutes Wohnen“ in Warth

8 Mietwohnungen, 8 Einstellplätze
Errichtungskosten: ca. 1,52 Mio. Euro
geplantes Wohnungsentgelt: 9,50 Euro/m2 im Monat
Baubeginn: Juni 2014
Einzugstermin: Jahresende 2014/Frühjahr 2015
Holzbau, Architekt Hermann Kaufmann
Niedrigstenergie-Haus, Kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung


Gesprächspartner:

Stefan Strolz, Bürgermeister Warth
Hubert Strolz, Obmann Pfarrkirchenrat Warth
Günter Lampert, Aufsichtsratsvorsitzender VOGEWOSI
Hans-Peter Lorenz, Geschäftsführer VOGEWOSI


Für Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:


Dr. Hans-Peter Lorenz
Geschäftsführer VOGEWOSI
T: +43 (0) 5572 3805 – 411   
M:


Pressebetreuung:

Angelika Böhler Kommunikationsberatung
Dr. Angelika Böhler
T: +43 (0) 664 1052900
M:

Grundsteinlegung: Günter Lampert, Hubert Strolz, LH Markus Wallner, Bürgermeister von Warth Stefan Strolz, Hans-Peter Lorenz, Architekt Hermann Kaufmann (v.l.n.r.)

LH Markus Wallner bei der Grundsteinlegung

Gemeinsam Unmögliches möglich machen: Hans-Peter Lorenz, LH Markus Wallner, Bürgermeister Stefan Strolz (v.l.n.r.)